Prozentuales Wachstum schätzen

Ergänzen Sie die Verlaufslinien, schätzen Sie die Entwicklung ab.
Denken Sie z.B. an die Entwicklung einer Volkswirtschaft und deren Inlandsproduktion mit einem jährlichen Wachstum in der angegebenen Höhe oder an eine Geldanlage mit den angegebenen Zinssätzen.
Welche Werte ergeben sich nach 100 Jahren?
Die ersten 50 Jahre (!) sind bereits angegeben.

   


Wohin geht die Entwicklung in den verbleibenden 50 Jahren?

Das Ergebnis: Der tatsächliche Verlauf nach 100 Jahren

Das Ergebnis: Der tatsächliche Verlauf nach 100 Jahren


Sehen sie die 6%-Linie? Bei der 4%-Linie dauert es auch nicht mehr lange.

Sie haben die drei Kurven richtig eingeschätzt? Gratulation!

   

Meist wird von einem geradlinigen Verlauf der Enwicklung ausgegangen. Die 6%-Linie ist dann geschätzt am Ende nur dreimal so hoch wie die 2%-Linie - das ergibt eine enorme Fehlerquote.

   

Wenn nun noch weitere Kennzahlen dazukommen (Gehälter, Rohstoffpreise etc) sowie Interaktionen und Abhängigkeiten berücksichtigt werden sollen, dann können sie sich sicher vorstellen, wie weit die überschlägigen "Intuitionen" von den Tatsachen entfernt sein können.

   

Sachgerechte Simulationen dürften in der Vorhersagequalität jeder freihändigen "Was-wäre-wenn" - Schätzung weit überlegen sein.

   

Dies gilt vor allem im Umfeld komplexer Zusammenhänge,
wie sie uns in der täglichen Praxis begegnen.

   

Auch die 4%-Linie wird sich einige Jahre später vehement nach oben bewegen! Dieser Trend sollte rechtzeitig erkannt werden.

Es könnte sich ja um die Verbreitung einer Krankheit wie Aids handeln oder um eine für sie wichtige Kennzahl, z.B. der steigende Marktanteil der Mitbewerber.

Ergänzung: Der Verlauf nach 150 Zyklen

Ergänzung: Der Verlauf nach 150 Zyklen


Nun wird bald die 2%-Linie relevant ...

Kleine Ursache - grosse Wirkung!

Auch die 4%-Linie ist nun "explodiert".
Wer bei raschen Entwicklungen den Trend übersieht, der hat häufig ein Problem. Nnicht immer sind Wachstumsraten an Jahreszyklen gebunden, auch Monats- oder Tages-Wachstumsraten sind häufig relevant. Biologische Systeme (Bakterienstämme) können sich im Stundentakt vermehren.